| 12.07.-02.08.2026 | Ausstellung | DIE WUNDERSAME BROTVERMEHRUNG | Werner Henkel |
| Laudatio: Heinrich Lintze |
| Vernissage: 12.07.2026 um 15.30 Uhr |
| Finissage: 02.08.2026 um 15.30 Uhr |
| Öffnungszeiten: Di., Sa., So von 15 - 18 Uhr |
Mit der Ausstellung „Die wundersame Brotvermehrung“ widmet sich der Künstler Werner Henkel dem Thema BROT als alltäglichem Lebensmittel, kulturellem Symbol und Ausdruck menschlicher Gemeinschaft. Im Zentrum der Ausstellung steht eine außergewöhnliche Sammlung von rund 850 Brotbildern: 850 Menschen haben jeweils ein Brotmotiv im Postkartenformat gemalt. Die entstandenen Arbeiten werden gemeinsam präsentiert und bilden ein vielstimmiges künstlerisches Panorama rund um das Thema Nahrung.
Ergänzt wird die Sammlung durch eigene Werke des Künstlers, die sich mit Brot, Essen und Trinken auseinandersetzen. Besonders im Fokus stehen dabei die sogenannten Toastbrot-Arbeiten, die einen zentralen Bestandteil der Ausstellung bilden.
Die Ausstellung verbindet künstlerische Auseinandersetzung mit gesellschaftlichem Engagement: Beim Verkauf der Toastbrot-Werke werden 50 Prozent der Erlöse an eine gemeinnützige Organisation gespendet, die sich für Ernährungssicherheit und gegen Hunger einsetzt.
Begleitend zur Ausstellung findet eine Veranstaltung gemeinsam mit Brot für die Welt zum Thema Welternährung und Hunger statt. Geplant ist ein Impulsvortrag einer Mitarbeiterin der Organisation, der aktuelle globale Herausforderungen rund um Nahrungsgerechtigkeit und Versorgung beleuchtet.
| 17.07.2026 | 19.00 Uhr | Im Rahmen der
Ausstellung | DIE WUNDERSAME BROTVERMEHRUNG |
| Impulsvortrag | Sophia Puacz | Referentin für Ökumenische Diakonie & bürgerschaftliches Engagement |
Brot – Symbol des Lebens und Auftrag zur Gerechtigkeit
Brot gehört zu unserem Alltag. Es stillt Hunger und sichert das Überleben. Doch in vielen Kulturen steht Brot für weit mehr: für Gemeinschaft, Fürsorge, Vertrauen und Würde. Im Christentum symbolisiert es Gemeinschaft im Abendmahl, in anderen Religionen und Kulturen gilt das Teilen von Brot als Zeichen von Zusammenhalt und Gastfreundschaft. Brot steht damit weltweit für die grundlegenden Voraussetzungen eines menschenwürdigen Lebens.
Doch Millionen Menschen haben keinen verlässlichen Zugang zu ausreichend Nahrung. Genau hier setzt die Arbeit von Brot für die Welt an. Die Organisation wurde 1959 als Reaktion auf eine Hungersnot in Indien gegründet. Aus einer zunächst einmaligen Spendenaktion entstand ein Hilfswerk, das heute rund 3.000 Projekte in mehr als 80 Ländern unterstützt.
Im Mittelpunkt stehen Hilfe zur Selbsthilfe, die Zusammenarbeit mit lokalen Partnern und die Unterstützung aller Menschen unabhängig von Religion oder Herkunft. Ziel ist nicht nur die Bekämpfung von Hunger, sondern die Schaffung langfristiger Perspektiven.
Ein Schwerpunkt ist die Ernährungssicherung. In Laos werden Familien über gesunde Ernährung informiert und Ernährungsmythen aufgeklärt, die zu Mangelernährung bei Kindern führen können. In Kenia lernen Kleinbauern, ihre Felder nachhaltiger zu bewirtschaften und sich besser an die Folgen des Klimawandels anzupassen.
Diese Beispiele zeigen: Es geht nicht allein darum, Lebensmittel bereitzustellen. Es geht darum, Menschen zu stärken und ihnen die Möglichkeit zu geben, ihr Leben selbst zu gestalten. Brot wird so zum Symbol für Hoffnung, Solidarität und Verantwortung. Es erinnert uns daran, dass jeder Mensch das Recht auf Nahrung, Sicherheit und ein Leben in Würde hat.
Solidaritätsbeitrag. Zahl, was Du kannst. Empfohlen 15 - 25 Euro.
| 09.08.-13.09.2026 | Ausstellung | ZWISCHEN DRUCK UND DEHNUNG | Anja Höppner, Sabine Straßburger, Thilini Zach |
| Laudatio: Dr. Katja Pourshirazi |
| Vernissage: 09.08.2026 um 15.30 Uhr |
| Finissage: 13.09.2026 um 15.30 Uhr |
| Öffnungszeiten: Di., Sa., So von 15 - 18 Uhr |
Die Ausstellung Zwischen Druck und Dehnung versammelt drei künstlerische Positionen, die sich auf unterschiedliche Weise mit Wahrnehmung, Materialität und den Bedingungen bildnerischer Gestaltung auseinandersetzen. Zwischen malerischer Reduktion, druckgrafischer Präzision und räumlicher Intervention eröffnen die Arbeiten ein Spannungsfeld, in dem Bild, Objekt und Betrachtung in Beziehung treten.
Die Werke von Anja Höppner eröffnen einen facettenreichen Einblick in die Möglichkeiten zeitgenössischer Druckgrafik. Radierung, Aquatinta, Lithografie, Chine Collé und Giclée-Druck bilden ein vielschichtiges Repertoire, das traditionelle Verfahren mit experimentellen Ansätzen verbindet. Präzise Linien, differenzierte Farbverläufe und die besondere Materialität unterschiedlicher Papiere prägen die Arbeiten. Dabei werden nicht nur klassische Druckträger eingesetzt, sondern auch Zink- und Polyesterplatten sowie gefundene Materialien wie Buchseiten oder Schnittmusterbögen. Die Verbindung handwerklicher Meisterschaft mit Offenheit für neue technische Möglichkeiten erweitert den Begriff der Druckgrafik und eröffnet vielfältige gestalterische Räume.
Im Zentrum der Arbeiten von Sabine Straßburger steht die Linie – nicht primär als zeichnerisches Mittel, sondern als Element der Verbindung, Trennung und Relation. Linien erscheinen als gemalte Markierungen, als Gummibänder, Spalten oder Zwischenräume. Auf weiß gefassten Holztafeln entwickelt die Künstlerin Konstellationen, die Flächen teilen, Räume strukturieren und die Wahrnehmung der Betrachtenden aktiv einbeziehen. In der Arbeit realitäten 3 (2014) entsteht durch diagonal geführte Linien eine Rahmung der zentralen Bildfläche, die an klassische Porträtdarstellungen erinnert. Das monochrome Weiß wird zur Projektionsfläche, während die Kombination aus gemalter Linie und gespanntem Gummiband die Grenze zwischen Bild und Objekt auflöst. Die Arbeit hält ihre eigene Form buchstäblich unter Spannung und macht das Verhältnis von Fläche, Material und Wahrnehmung sichtbar.
Die Gemälde von Thilini Zach bewegen sich zwischen Naturerfahrung und Abstraktion. Ausgangspunkt ihrer Arbeiten sind Eindrücke aus der Natur, die im Atelier zu eigenständigen Bildwelten transformiert werden. Aus Intuition und Erinnerung entstehen Landschaften, die keinem konkreten Ort entsprechen und dennoch vertraut wirken. In der Reduktion auf Farbe, Licht und Atmosphäre entfalten die Bilder eine besondere Weite und Ruhe. Sie laden zu einer stillen, konzentrierten Betrachtung ein und machen die tiefe Verbundenheit der Künstlerin mit der Natur spürbar. So entstehen Bildräume, die weniger äußere Wirklichkeit abbilden als innere Erfahrungen von Landschaft und Wahrnehmung.
| 20.08.2026 | 19.30 Uhr | Improtheater |
| „Double Bubble“ | Tinka Klindtwort + Frank Stuckenbrok |
Szenen treiben wie Seifenblasen durch den Raum.
Sie schimmern auf, begegnen einander, verbinden sich für einen Augenblick – und zerplatzen vielleicht schon im nächsten Lachen.
Es entsteht eine Verbindung aus Zufall und Mut, doch Seifenblasen kennen kein Versprechen. Sie tragen Farben, keine Ewigkeit.
Ein falscher Atemzug, eine zögernde Bewegung - und das Schimmern zerplatzt lautlos zwischen zwei Menschen.
Für einen Moment stehen Tinka Klindtwort und Frank Stuckenbrok im feinen Regen der geplatzten Träume. Doch Improtheater endet nie mit Stillstand, denn jeder Zusammenbruch
ist nur das Zeichen für eine neue Szene.
„Double Bubble“ ist ein Improtheaterabend voller Leichtigkeit, Spielfreude und Überraschungen. Es entstehen kleine Welten im Moment: ungeplant, flüchtig und lebendig.
Beide folgen den Einfällen des Augenblicks und nehmen das Publikum mit auf eine Reise, die niemand vorhersehen kann. Alles darf entstehen, sich verwandeln oder wieder verschwinden.
Schon lange selbstständig in der Improwelt unterwegs ist dies nun ihr erstes Duo-Format. Die Idee entstand nach einem Workshop bei Felipe Ortiz (Kolumbien) mit dem richtungsweisenden Titel „The Pleasure of Failure“.
Solidaritätsbeitrag. Zahl, was Du kannst. Empfohlen 15 - 30 Euro.
| 29.08.26 | 20.00 h | Klassikkonzert |
| TRIO E.T.A. |
Programm:
Isabel Mundry „Tous les Mondes“, dem Trio E.T.A. gewidmet
Schumann Trio Nr. 2 in F-Dur
-
Pause
Ravel Trio in a-Moll
Aus gutem Grund verneigt sich das Ensemble mit seinem Namen vor dem Schriftsteller, Komponisten und Kritiker E.T.A. Hoffmann. Er ist gerade durch seine Vielseitigkeit und seine Liebe zur Musik als der für ihn „höchsten Kunst“ eine Inspiration für die Musiker:innen. Ihr besonderes Interesse gilt neben den Meisterwerken für die Klaviertrio-Besetzung auch weniger gehörten, interessanten Neuentdeckungen sowie der Neuen Musik.
So wurde dem Trio E.T. A. auch ein Werk der Komponistin Isabel Mundry gewidmet, das sie im März 2025 in der Elbphilharmonie uraufgeführt haben. Im Jahr 2026 erscheint das zweite Album des Trios bei NAXOS mit Werken von César Franck, Edvard Grieg und dem Trio in A-Dur, das früher Brahms zugeschrieben wurde. Anfang dieses Jahres gewann das Trio E.T.A. den Internationalen Musikwettbewerb in Wien und erhielt den Rolf-Hans-Müller-Preis, der zum ersten Mal an ein Klaviertrio verliehen wurde. Im Jahr 2025 gab das Trio sein Debüt in der Elbphilharmonie Hamburg (Kammermusikfreunde), in der Liederhalle Stuttgart (RussKlassik) und beim SWR-Festival Schwetzingen sowie in der Wigmore Hall in London. Im Jahr 2024 trat das Trio E.T.A. beim Rheingau Musik Festival und beim Oberstdorfer Musiksommer auf. Seit 2023 ist es Teil des exklusiven dreijährigen Nachwuchsprogramms von SWR2. 2023 erschien ihre Debüt-CD bei GENUIN, koproduziert vom Deutschen Musikrat und Deutschlandfunk Kultur. Das Ensemble gewann 2021 den Deutschen Musikwettbewerb und wurde außerdem mit dem Walbusch-Preis und dem Berenberg-Kulturpreis Hamburg ausgezeichnet. Das künstlerische Schaffen des Trios wird seit seiner Gründung durch zahlreiche Radio- und Fernsehproduktionen von NDR, WDR, BR und ARD Klassik dokumentiert. Auch solistisch können die Musiker:innen auf bedeutende Erfolge zurückblicken: Sie sind Preisträger renommierter Wettbewerbe wie dem TONALi-Wettbewerb, dem Wettbewerb „Ton und Erklärung“, dem Kiefer Hablitzel | Göhner Musikpreis sowie dem Suggia Wettbewerb und konzertierten solistisch u. a. mit der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, dem Stuttgarter Kammerorchester und dem Mariinsky-Orchester in Sälen wie der Elbphilharmonie, der Berliner Philharmonie oder dem Mariinsky Theater. Künstlerische Impulse erhält das Trio E.T.A. u. a. von Dirk Mommertz, Hyung-ki Joo, Angelika Merkle und Martin Funda.
ELENE MEIPARIANI - VIOLINE
NADJA REICH - CELLO
TILL HOFFMANN - KLAVIER
Solidaritätszuschlag. Zahl, was Du kannst. Empfohlen 15 – 30 €