| 30.05. - 05.07.2026 | Ausstellung | The Garden Projects |
| Projektleitung: Ingrid E M Ogenstedt |
Organisation: Kelvin Scharnhorst
Kunstschaffende: Jun Luo, Jamie Yzabel Santos, Julia Nagy, Waleria Sadkow, Moritz Weinig, Tianwen Li, Adeline Gramm, Gayeon Lee ( Gari), Gunnar Zwisele, Alexander Noah, Kaori Tomita, Charlotte Uekermann, Nils Dörrbecker
Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit der Villa Sponte durchgeführt, die ihren Garten für Studierende öffnet, um skulpturale Interventionen zu entwickeln. Ausgehend von der Idee des Gartens als Ausgangspunkt erhalten die Studierenden einen offenen experimentellen Rahmen, in dem sie arbeiten können, mit einem Fokus auf das Zusammenspiel von Mensch und Natur.
Der Garten wird hier als ein Raum verstanden, in dem sich das vom Menschen Gestaltete und das organisch Wachsende begegnen und koexistieren. Skulptur und Vegetation werden als gleichwertige Elemente betrachtet, die zu einem experimentellen Umgang mit skulpturalen Prozessen und Interventionen einladen. Wachstum, Vergänglichkeit und zyklische Prozesse führen in diesem Zusammenhang eine deutliche zeitliche Dimension ein.
Ausgehend von der Kulturgeschichte des Gartens – von paradiesischen Vorstellungen bis hin zu Fragen von Kontrolle und Macht – eröffnet das Projekt einen Reflexionsraum für gegenwärtige Themen wie Natur, Zugehörigkeit und die Position des Menschen im Verhältnis zum Nicht-Menschlichen. Das Projekt ermutigt dazu, mit allen Sinnen zu arbeiten: visuell, taktil, akustisch und olfaktorisch. Der Garten wird so nicht nur zu einem Ort der Betrachtung, sondern zu einem körperlich erfahrbaren Raum.
Gefördert von der Waldemar Koch Stiftung.
Öffnungszeiten: Di., Sa., So. von 15 - 18 Uhr
| 07.06.- 05.07.2026 | Ausstellung TRIPODE |
| Mai Ferreira, Anne Kern, Inger Seemann |
Raum, Stimmung und Ausdruck
Die Ausstellung vereint drei Künstlerinnen, die Wahrnehmung, Material und Intuition auf unterschiedliche Weise erforschen. Anne Kern fängt in ihren Landschaften Licht, Stille und die besondere Atmosphäre verlassener Orte ein. Mai Ferreira erschafft in ihren Collagen poetische Traumwelten voller Emotion und Geheimnis. Inger Seemann verwandelt gefaltetes Stahlblech in lebendige Skulpturen, die Fläche und Raum neu definieren. Gemeinsam zeigen ihre Arbeiten, wie individuelle Erfahrungen und experimentelle Prozesse zu eindrucksvollen künstlerischen Ausdrucksformen werden.
Anne Kern verbindet realistische und abstrahierende Elemente zu Landschaften, die von der Natur und den Spuren menschlichen Wirkens erzählen. Ihre Werke sind keine bloßen Abbilder, sondern atmosphärische Momentaufnahmen voller Licht, Struktur und Stimmung.
Mai Ferreira nutzt die Collage, um Träume, Erinnerungen und Gefühle sichtbar zu machen. Inspiriert vom Surrealismus entstehen aus intuitiven Bildkombinationen poetische Kompositionen, die eine eigene, geheimnisvolle Wirklichkeit entfalten.
Inger Seemann schafft aus gefaltetem Stahlblech Skulpturen von überraschender Leichtigkeit. Durch das Zusammenspiel von Faltungen und geschwungenen Stahlstangen entstehen dynamische Räume, in denen Material, Bewegung und Form zu einer organischen Einheit verschmelzen. Gemeinsam eröffnen die drei Positionen neue Perspektiven auf Raum, Atmosphäre und Ausdruck.
| 12.07.-02.08.2026 |
| Ausstellung | DIE WUNDERSAME BROTVERMEHRUNG |
| Werner Henkel |
| Laudatio: Heinrich Lintze |
| Vernissage: 12.07.2026 um 15.30 Uhr |
Mit der Ausstellung „Die wundersame Brotvermehrung“ widmet sich der Künstler Werner Henkel dem Thema BROT als alltäglichem Lebensmittel, kulturellem Symbol und Ausdruck menschlicher Gemeinschaft. Im Zentrum der Ausstellung steht eine außergewöhnliche Sammlung von rund 850 Brotbildern: 850 Menschen haben jeweils ein Brotmotiv im Postkartenformat gemalt. Die entstandenen Arbeiten werden gemeinsam präsentiert und bilden ein vielstimmiges künstlerisches Panorama rund um das Thema Nahrung.
Ergänzt wird die Sammlung durch eigene Werke des Künstlers, die sich mit Brot, Essen und Trinken auseinandersetzen. Besonders im Fokus stehen dabei die sogenannten Toastbrot-Arbeiten, die einen zentralen Bestandteil der Ausstellung bilden.
Die Ausstellung verbindet künstlerische Auseinandersetzung mit gesellschaftlichem Engagement: Beim Verkauf der Toastbrot-Werke werden 50 Prozent der Erlöse an eine gemeinnützige Organisation gespendet, die sich für Ernährungssicherheit und gegen Hunger einsetzt.
Begleitend zur Ausstellung findet eine Veranstaltung gemeinsam mit Brot für die Welt zum Thema Welternährung und Hunger statt. Geplant ist ein Impulsvortrag einer Mitarbeiterin der Organisation, der aktuelle globale Herausforderungen rund um Nahrungsgerechtigkeit und Versorgung beleuchtet.
| 17.07.2026 | 19.00 Uhr | Impulsvortrag | Sophia Puacz
| Referentin für Ökumenische Diakonie & bürgerschaftliches Engagement |
Brot – Symbol des Lebens und Auftrag zur Gerechtigkeit
Brot gehört zu unserem Alltag. Es stillt Hunger und sichert das Überleben. Doch in vielen Kulturen steht Brot für weit mehr: für Gemeinschaft, Fürsorge, Vertrauen und Würde. Im Christentum symbolisiert es Gemeinschaft im Abendmahl, in anderen Religionen und Kulturen gilt das Teilen von Brot als Zeichen von Zusammenhalt und Gastfreundschaft. Brot steht damit weltweit für die grundlegenden Voraussetzungen eines menschenwürdigen Lebens.
Doch Millionen Menschen haben keinen verlässlichen Zugang zu ausreichend Nahrung. Genau hier setzt die Arbeit von Brot für die Welt an. Die Organisation wurde 1959 als Reaktion auf eine Hungersnot in Indien gegründet. Aus einer zunächst einmaligen Spendenaktion entstand ein Hilfswerk, das heute rund 3.000 Projekte in mehr als 80 Ländern unterstützt.
Im Mittelpunkt stehen Hilfe zur Selbsthilfe, die Zusammenarbeit mit lokalen Partnern und die Unterstützung aller Menschen unabhängig von Religion oder Herkunft. Ziel ist nicht nur die Bekämpfung von Hunger, sondern die Schaffung langfristiger Perspektiven.
Ein Schwerpunkt ist die Ernährungssicherung. In Laos werden Familien über gesunde Ernährung informiert und Ernährungsmythen aufgeklärt, die zu Mangelernährung bei Kindern führen können. In Kenia lernen Kleinbauern, ihre Felder nachhaltiger zu bewirtschaften und sich besser an die Folgen des Klimawandels anzupassen.
Diese Beispiele zeigen: Es geht nicht allein darum, Lebensmittel bereitzustellen. Es geht darum, Menschen zu stärken und ihnen die Möglichkeit zu geben, ihr Leben selbst zu gestalten. Brot wird so zum Symbol für Hoffnung, Solidarität und Verantwortung. Es erinnert uns daran, dass jeder Mensch das Recht auf Nahrung, Sicherheit und ein Leben in Würde hat.
Solidaritätsbeitrag. Zahl, was Du kannst. Empfohlen 15 - 25 Euro.