| 17.07.2026 | 19.00 Uhr | Impulsvortrag | Sophia Puacz
| Referentin für Ökumenische Diakonie & bürgerschaftliches Engagement |
Brot – Symbol des Lebens und Auftrag zur Gerechtigkeit
Brot gehört zu unserem Alltag. Es stillt Hunger und sichert das Überleben. Doch in vielen Kulturen steht Brot für weit mehr: für Gemeinschaft, Fürsorge, Vertrauen und Würde. Im Christentum symbolisiert es Gemeinschaft im Abendmahl, in anderen Religionen und Kulturen gilt das Teilen von Brot als Zeichen von Zusammenhalt und Gastfreundschaft. Brot steht damit weltweit für die grundlegenden Voraussetzungen eines menschenwürdigen Lebens.
Doch Millionen Menschen haben keinen verlässlichen Zugang zu ausreichend Nahrung. Genau hier setzt die Arbeit von Brot für die Welt an. Die Organisation wurde 1959 als Reaktion auf eine Hungersnot in Indien gegründet. Aus einer zunächst einmaligen Spendenaktion entstand ein Hilfswerk, das heute rund 3.000 Projekte in mehr als 80 Ländern unterstützt.
Im Mittelpunkt stehen Hilfe zur Selbsthilfe, die Zusammenarbeit mit lokalen Partnern und die Unterstützung aller Menschen unabhängig von Religion oder Herkunft. Ziel ist nicht nur die Bekämpfung von Hunger, sondern die Schaffung langfristiger Perspektiven.
Ein Schwerpunkt ist die Ernährungssicherung. In Laos werden Familien über gesunde Ernährung informiert und Ernährungsmythen aufgeklärt, die zu Mangelernährung bei Kindern führen können. In Kenia lernen Kleinbauern, ihre Felder nachhaltiger zu bewirtschaften und sich besser an die Folgen des Klimawandels anzupassen.
Diese Beispiele zeigen: Es geht nicht allein darum, Lebensmittel bereitzustellen. Es geht darum, Menschen zu stärken und ihnen die Möglichkeit zu geben, ihr Leben selbst zu gestalten. Brot wird so zum Symbol für Hoffnung, Solidarität und Verantwortung. Es erinnert uns daran, dass jeder Mensch das Recht auf Nahrung, Sicherheit und ein Leben in Würde hat.
Solidaritätsbeitrag. Zahl, was Du kannst. Empfohlen 15 - 25 Euro.
| 20.08.2026 | 19.30 Uhr | Improtheater |
| „Double Bubble“ | Tinka Klindtwort + Frank Stuckenbrok |
Szenen treiben wie Seifenblasen durch den Raum.
Sie schimmern auf, begegnen einander, verbinden sich für einen Augenblick – und zerplatzen vielleicht schon im nächsten Lachen.
Es entsteht eine Verbindung aus Zufall und Mut, doch Seifenblasen kennen kein Versprechen. Sie tragen Farben, keine Ewigkeit.
Ein falscher Atemzug, eine zögernde Bewegung - und das Schimmern zerplatzt lautlos zwischen zwei Menschen.
Für einen Moment stehen Tinka Klindtwort und Frank Stuckenbrok im feinen Regen der geplatzten Träume. Doch Improtheater endet nie mit Stillstand, denn jeder Zusammenbruch
ist nur das Zeichen für eine neue Szene.
„Double Bubble“ ist ein Improtheaterabend voller Leichtigkeit, Spielfreude und Überraschungen. Es entstehen kleine Welten im Moment: ungeplant, flüchtig und lebendig.
Beide folgen den Einfällen des Augenblicks und nehmen das Publikum mit auf eine Reise, die niemand vorhersehen kann. Alles darf entstehen, sich verwandeln oder wieder verschwinden.
Schon lange selbstständig in der Improwelt unterwegs ist dies nun ihr erstes Duo-Format. Die Idee entstand nach einem Workshop bei Felipe Ortiz (Kolumbien) mit dem richtungsweisenden Titel „The Pleasure of Failure“.
Solidaritätsbeitrag. Zahl, was Du kannst. Empfohlen 15 - 25 Euro.
| 01.09.2026 | ab 15.00 Uhr | Druckvorführung |
| Anja Höppner |
Am Dienstag, den 1. September, wird Anja Höppner eine Vorführung machen mit einem Tetrapak-Druck. Diese Technik wird inzwischen in vielen Werkstätten als experimentelle und niederschwellige Form des Tiefdrucks eingesetzt wird. Die beschichtete Innenseite von Getränkekartons kann ähnlich wie eine Druckplatte bearbeitet und anschließend gedruckt werden.
Mittlerweile hat sich in der zeitgenössischen Druckgrafik auch der Tetrapak-Druck etabliert, bei dem Getränkekartons als Druckplatten genutzt werden.
| 23.09.2026 | 19.00 Uhr | Krimifestivals CRIME TIME |
| Jürgen Alberts: Zehn Bände "Bremen Polizei Serie" |
Im Kellner Verlag erscheint zum 80sten Geburtstag des Bremer Autors eine überabeitete Neuauflage dieser 10 Bände, Vorreiter für vieleregionale Krimiserien, die im Milieu der Polizei spielen. Bei dieser Veranstaltung wird der Kulturjournalist Hendrik Werner moderieren, Andy Einhorn wird spielen, Jürgen Alberts erzählt von den Hintergründen der Serie, welche Zustimmung und was für wütende Kritiken sie ausgelöst hat. Ein spannender Abend ohne Zweifel.
Jürgen Alberts, Bremens dienstältester und bekanntester Krimiautor, ausgezeichnet mit dem Ehrenglauser, promovierte 1972 über die BILD, arbeite für Rundfunk und Fernsehen, „erfand“ das Krimifestival PRIME TIME CRIME TIME und gilt als Spiritus rector der Literarischen Asservatenkammer, der ersten deutschen Krimibibliothek in Bremen
Solidaritätsbeitrag. Zahl, was Du kannst. Empfohlen 15 - 30 Euro.
| 01.10.2026 | 19.00 Uhr | Erinnerung, Gespräch, Musik |
| Im Gespräch mit Ekkehard Maaß | Moderation: Christel Fangmann |
Anlässlich des 50. Jahrestages der Ausbürgerung von Wolf Biermann laden wir zu einem Abend der Erinnerung und des Gesprächs ein.
Ekkehard Maaß spricht mit Christel Fangmann über Literatur und Kunst des DDR-Undergrounds, über Opposition, kulturelle Freiräume und die Folgen der Ausbürgerung Wolf Biermanns für eine ganze Generation kritischer Künstlerinnen und Künstler.
Musikalisch wird der Abend durch Lieder von Wolf Biermann und Bulat Okudschawa begleitet.
Ekkehard Maaß (*1951) studierte Theologie und Philosophie. In der DDR wurde er als Übersetzer und Interpret von Liedern Bulat Okudschawas bekannt. Seit 1971 war er mit Wolf Biermann befreundet und erlebte dessen Ausbürgerung 1976 unmittelbar mit. Wegen seines Engagements für die Solidaritätsbewegung wurde er von der Humboldt-Universität relegiert.
In Anlehnung an Biermanns legendäre Wohnung in der Chausseestraße gründete er anschließend einen Literarischen Salon in Ost-Berlin. Dieser entwickelte sich zu einem der wichtigsten Treffpunkte einer unabhängigen und unangepassten Künstlerszene, die sich bereits lange vor 1989 von der sozialistischen Utopie und der DDR distanzierte. Umfangreiche Stasi-Akten dokumentieren, wie aufmerksam und besorgt die Staatsmacht diese Aktivitäten verfolgte.
1996 gründete Ekkehard Maaß die Deutsch-Kaukasische Gesellschaft. Sie setzt sich für die Aufarbeitung russischer Kriegsverbrechen sowie für friedliche Konfliktlösungen im Kaukasus ein. Sein Literarischer Salon besteht bis heute fort und widmet sich Themen der DDR-Geschichte sowie den Ländern Russland, Armenien, Belarus, Georgien und der Ukraine.
Für sein langjähriges gesellschaftliches Engagement wurde Ekkehard Maaß im Jahr 2010 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.
Solidaritätsbeitrag. Zahl, was Du kannst. Empfohlen 15 - 25 Euro.